Welche Strategien wendest du an, um mit negativen Gefühlen umzugehen?
Sie nagen an dir. Kreisen in deinen Gedanken. Lassen dich nicht schlafen. Rumoren in deinem Magen. Negative Gefühle.
In den letzten Jahren gab es Momente, in denen sie mich nicht losgelassen haben und ich mir letztendlich Hilfe suchen musste. Dort lernte ich, dass meine negativen Gedanken und Gefühle oft durch äußere Dinge ausgelöst wurden.
Ich suchte Bestätigung in den Worten anderer. Ich nahm mir jede Interaktion zu Herzen, selbst wenn ich nicht einmal Teil davon war. Alles hat mich tangiert, mein Gedankenkarussell angeworfen und mich in einen Strudel gezogen.
Meine Therapeutin brachte mir schließlich ein Bild bei: mich selbst als eine Art Spielfigur zu sehen. Wenn es nicht mein Spielfeld ist – warum nehme ich dann nicht einfach meine Spielfigur herunter, klappe das Spiel zu und lege es weg?
Ganz einfach. In der Theorie.
In der Praxis lerne ich dieses Bild nach und nach zu verinnerlichen.
Wenn negative Gefühle und Gedanken durch die Handlungen oder Bemerkungen anderer entstehen und mich schlecht fühlen lassen, frage ich mich: Hat das wirklich etwas mit mir zu tun?
Wenn nicht, dann nehme ich mich selbst vom Spielfeld. Denn am Ende hat es nichts mit mir zu tun, sondern nur mit dem Spiel der anderen.

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