Wie hast du deine bessere Hälfte kennengelernt?
Sagt man nicht immer, die Liebe findet einen? Damals, vor über 15 Jahren, war ich jung, Studentin und alleinerziehend. Einen neuen Freund habe ich nicht gesucht. Zumal ich wusste: Wenn ich jemanden finde, sollte es ein „Für immer“ sein. Ich wollte meinem Sohn nicht ständig jemanden vorsetzen. Ich lebte also mein Singleleben und war gleichzeitig Mutter.
Wir haben zusammen studiert, das heißt, ich kannte ihn schon von weitem. Beziehungsweise ist er mir aufgefallen: Lange Haare, mega engagiert und einer von denen, die in der allerletzten Minute des Seminars noch mit einer Frage um die Ecke kommen. Also absolut nichts für mich.
Sein plötzlicher Kurzhaarschnitt weckte dann aber doch mein Interesse – wenn auch nicht so, dass ich damals den zukünftigen Vater meiner Kinder vor mir sah. Es vergingen noch Monate, bis wir überhaupt ein Wort wechselten. Da er und ich zufällig einmal zu spät zu einem Seminar kamen, wurden wir für ein gemeinsames Referat eingeteilt. Er, der mega engagierte Student, und ich, die alleinerziehende Mutter, die einfach nur irgendwie diesen Schein wollte.
Während dieser Zusammenarbeit bemerkte ich, dass da mehr zwischen uns sein könnte. Wir verbrachten immer mehr Zeit miteinander. Aber erst nach dem fertigen Referat fragte er mich nach einem echten Date. Natürlich bei mir zu Hause, da ich durch meinen Sohn abends nicht einfach ausgehen konnte. Er kam, kochte für mich und blieb – für immer.
Wir wussten beide sofort, dass uns mehr als nur eine flüchtige Verliebtheit verband. Wir hatten keine wilden Schmetterlinge im Bauch, sondern haben von Anfang an eine tiefe Verbundenheit gespürt. Und auch heute noch spüren wir sie jeden Tag. Unsere Liebe ist mit keinem Tag schwächer geworden, sondern eher stärker. Wir hatten beide nicht danach gesucht. Doch die Liebe hat uns einfach gefunden.

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