Es hat mich viel Überwindung gekostet. Aber wie ich schon in meinem Blog „Manche Orte bleiben“ geschrieben habe, hat sich – wie immer, wenn ich diesen Ort besucht habe – etwas in mir verändert. Selbstbewusstsein. Und der Mut, dieses auch zu zeigen.
Also habe ich es getan. Ich habe mir eine Seite auf Instagram eingerichtet und sie mit meiner Homepage verbunden. Verbunden mit der Hoffnung, meine kleine Blase ein Stück größer zu machen. Um Menschen zu erreichen, die sich für meine Texte und Gedanken interessieren. Und um mit ihnen darüber ins Gespräch zu kommen.
Fast eine Woche habe ich meine Seite nun. Und auf Instagram geht es ja vor allem darum, gesehen zu werden. Da mache ich mir nichts vor: Ich möchte gesehen werden.
Aber irgendwie bin ich in eine Community hineingerutscht, die nicht meine ist.
Es geht viel um Care-Arbeit und Mental Load. Und wenn es nicht darum geht, sind da viele Coaches, die mir erklären möchten, wie ich meine Reichweite verbessern kann. Oder andere kleine Seiten, bei denen es scheinbar vor allem um Follower geht: Folgst du mir, folge ich dir.
Aber das ist nicht das, wonach ich suche.
Ich möchte Echtheit. Die Leichtigkeit des Seins. Ich möchte nicht zum hundertsten Mal lesen, wie schwer es mit Kindern ist und dass die Care-Arbeit auf den Schultern einer einzigen Person liegt.
Ich möchte Kinderlachen. Optimismus. Freude.
Wann haben wir verlernt, auch die positiven Seiten zu sehen?
Deshalb habe ich für mich beschlossen, die ehrlichen Texte zu suchen. Tief vergraben, irgendwo zwischen all den lauten Stimmen. Wie eine Nadel im Heuhaufen.
Und ich möchte mein Gesicht nicht ständig in die Kamera halten müssen. Stattdessen möchte ich die Schönheit der Natur zeigen. Die kleinen Momente, die uns innehalten lassen. Die Zwischenpausen. Die uns erden. Die uns daran erinnern, dass da draußen so viel Schönes ist.
Natürlich gibt es auch wunderbare Accounts, mit denen ich bereits in den Austausch gekommen bin. Gerade für Rheumapatienten ist Instagram eine gute Plattform. Hier kann man sich gesehen fühlen, Erfahrungen teilen und merken, dass man mit manchen Dingen eben doch nicht allein ist.
Genau das ist die Nadel, nach der ich suche.
Echte Menschen. Echte Gedanken. Und ein bisschen Leichtigkeit.

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